| 03.05.2012, 10:00 Uhr | IVZ, 02.05.2012 |
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| Eltern entscheiden über Gesamtschule Eine Gesamtschule Hörstel rückt näher. Nachdem die Politik ihre grundsätzliche Zustimmung gegeben hat, sind jetzt die Eltern der Grundschulkinder gefragt, die ab 2013 eine weiterführende Schule besuchen werden. Die Gründung einer Gesamtschule in Hörstel geht jetzt in die entscheidende Phase. Alles dreht sich um die eine Frage: Sind die Eltern bereit, ihr Kind an einer Gesamtschule anzumelden? Dazu wird es in der zweiten Maihälfte eine Fragebogenaktion geben. Angesprochen sind rund 650 Eltern, deren Kinder derzeit den 1., 2. oder 3. Jahrgang einer Grundschule im Stadtgebiet besuchen. Zuvor lädt die Stadt am 10. Mai zu einem weiteren Informationsabend ein. Besondere Bedeutung für einen Ratsbeschluss voraussichtlich im Juli wird die Reaktion der Eltern des derzeitigen 3. Jahrgangs haben. „Mindestens 100 Eltern pro Grundschuljahrgang sind erforderlich“, gibt Bürgermeister Heinz Hüppe das Minimalziel vor. Er hoffe aber, dass möglichst mehr Kinder angemeldet werden. Im Idealfall würden die allermeisten der rund 240 Kinder des 3. Jahrgangs ab dem Schuljahr 2013/2014 eine Gesamtschule auf dem Harkenberg besuchen. 100 Anmeldungen reichen für die Gründung von vier Eingangsklassen. Dies würde bedeuten, dass dann an der Harkenberg-Hauptschule sowie an der städtischen Realschule keine Eingangsklassen mehr gebildet und diese Schulen damit auslaufend aufgelöst würden. Dies wiederum hieße, dass alle Kinder, die nicht die Gesamtschule in Hörstel wählen, eine weiterführende Schule außerhalb der Stadt Hörstel besuchen müssten. Er sei „ganz zuversichtlich“, dass auch mehr als 100 Kinder an einer Gesamtschule angemeldet werden, sagte Hüppe. Bevor es aber ein offizielles Verfahren gebe, müsse ein sogenanntes Absichtsverfahren durchgeführt werden. Es gehe darum „etwas Gutes noch besser zu machen“, ergänzt Schulamtsleiter Werner Lehmann. Haupt- und Realschule hätten sich bestens bewährt, nun sollen alle Bildungsabschlüsse bis zum Abitur angeboten werden. Derzeit haben Haupt- und Realschule sieben Züge. Dies lässt erwarten, dass eine Gesamtschule auch mit mehr als vier Zügen starten könnte. Um hier einen Überblick zu bekommen, werden die Eltern der Grundschüler um Mithilfe gebeten. „Dann hat der Rat auch eine realistische Grundlage“, so Lehmann. Und was passiert, wenn das Minimalziel von 100 positiven Rückmeldungen pro Jahrgang nicht erreicht wird? „Dann wird die Bezirksregierung das Verfahren stoppen“, so Heinz Hüppe. Werner Lehmann fügt hinzu: „An einen solchen Fall glauben wir aber nicht.“ Zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Eine Schule für alle“ lädt die Stadt am Donnerstag, 10. Mai, um 19 Uhr in die Aula des Schulzentrums Harkenberg ein. Alois Brinkkötter, Rektor der Gesamtschule in Ahlen, erläutert die Rahmenbedingungen. aktualisiert von Frank Beckmann, 09.06.2012, 11:53 Uhr |
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