| 06.06.2012, 08:00 Uhr | IVZ, 06.06.2012 |
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| Eltern geben eindeutiges Votum für die Gesamtschule Besonders bei den Eltern der Kinder der entscheidenden 3. Jahrgangsstufe war der Rücklauf des Fragebogens zur Gesamtschule besonders hoch. Die meisten Eltern können sich vorstellen, ihr Kind dort anzumelden.
Gefragt wurden die Eltern der jetzigen Jahrgangsstufen 1, 2 und 3. Der Rücklauf der Fragebögen war insbesondere bei der entscheidenden 3. Jahrgangsstufe mit 83 Prozent sehr hoch: Die Eltern von 202 Kindern antworteten. 159 Kinder dieser Kinder würden an einer Gesamtschule in Hörstel angemeldet werden. „Das sind hervorragende Zahlen, die den Ratsbeschluss voll und ganz stützen“, sagte Bürgermeister Heinz Hüppe nach der Auswertung der Befragung. „Damit ist die Mindestzahl von 100 Kindern deutlich überschritten“, sagte Schulamtsleiter Werner Lehmann. Und weiter: „Die Zahl zeigt, dass das Angebot des Rates die erhoffte Resonanz gefunden hat. Deshalb können wir im Verfahren wie vorgesehen weitermachen.“ Im Juli dürfte der Rat einen entsprechenden Beschluss fassen, nachdem sich bereits im Vorfeld alle Fraktionen für die Gesamtschule ausgesprochen hatten. Rat und Bezirksregierung werden dann entscheiden, welche Personen das Konzept für die neue Schule erarbeiten, das auf Hörstel zugeschnitten sein soll. Die Ausarbeitung werde in einem Team erfolgen, so Lehmann. Das Ergebnis der Befragung gebe Rückenwind für das weitere Verfahren, meint auch der Bürgermeister. Nicht zuletzt deshalb könne die Stadt gegenüber der Bezirksregierung „etwas fordernder“ auftreten. Erklärtes Ziel sei, alle Kinder der Stadt Hörstel aufzunehmen, die die Gesamtschule besuchen wollen. Besonderes Augenmerk wolle er dabei auf die Kinder mit Hauptschul-Empfehlung richten, kündigte Hüppe an: „Die Hauptschüler sind mir hier besonders wichtig. Dafür müssen wir uns ein Bein ausreißen.“ Gegebenenfalls müssten sechs, sieben oder noch mehr Eingangsstufen eingerichtet werden. Es ist nicht auszuschließen, dass auch Anmeldungen auswärtiger Kinder, etwa aus Hopsten, zu berücksichtigen sein werden. Aus der Elternbefragung geht unter anderem auch hervor, dass für zwei Drittel der Eltern ein verlängertes gemeinsames Lernen der Kinder auch nach der Grundschule „wichtig“ oder sogar „sehr wichtig“ ist. Vier von fünf Eltern halten es für „wichtig“ oder „sehr wichtig“, dass in der Stadt Hörstel in Zukunft alle Bildungsabschlüsse angeboten werden. Für eine Teilnahme am gemeinsamen Mittagessen an der Gesamtschule sprechen sich ebenfalls mehr als 80 Prozent der befragten Eltern aus. Dies würde die Erweiterung der Mensa möglicherweise erfordern. Noch eine weitere Zahl ist interessant: Käme es nicht zur Gesamtschule ab 2013, dann würden die Eltern der jetzigen Drittklässler so anmelden: 18 an der Hauptschule, 61 an der Realschule, 43 am Gymnasium und 36 an einer Gesamtschule außerhalb der Stadt Hörstel.
aktualisiert von Frank Beckmann, 08.07.2012, 21:19 Uhr |
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